Skip to main content
Loading...

HEALTH LITERACY UND DIVERSITY FÜR SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER DER SEKUNDARSTUFE I – HELI-D

Entwicklung eines Programms zur Förderung der Gesundheitskompetenz (Health Literacy) von Schülerinnen und Schüler mit hoher Diversität

Projektträger: Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Arbeitsbereich Integrationspädagogik und Heilpädagogische Psychologie
Projektzeitraum: 1.1.2018-30.06.2021
Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. Barbara Gasteiger Klicpera, Karl-Franzens-Universität Graz
Kontakt: barbara.gasteiger@uni-graz.at
Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler im Alter von 12-14 Jahren, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern

ZIEL

Entwicklung eines Programms zur Förderung der Gesundheitskompetenz von Schülerinnen und Schülern mit hoher Diversität, wie Migrationshintergrund und/oder Behinderungen.


Hintergrund

Um gesundheitliche Chancengleichheit zu ermöglichen ist es notwendig, die Gesundheitskompetenz bereits bei Kindern und Jugendlichen zu fördern (Kickbusch, Pelikan, Haslbeck, Apfel, & Tsouros, 2016). In dieser Altersgruppe eignen sich Schülerinnen und Schüler wesentliche Fähigkeiten an, die der Gesundheitskompetenz zugrunde liegen. Von entscheidender Bedeutung sind die Lesekompetenzen, besonders im Bereich des verstehenden Lesens, da Gesundheitskompetenz in weiten Teilen das Verstehen und Beurteilen von schriftlichen Gesundheitsinformationen betrifft (Sørensen et al., 2012). Zudem kommt der Kompetenz im Umgang mit digitalen Medien eine bedeutende Rolle zu. Gesundheitsinformationen werden immer mehr aus dem Internet bezogen. Eine kritische Sichtweise der im Internet verfügbaren Informationen erwerben Jugendliche jedoch kaum, da der Bereich Medienkompetenz im Allgemeinen in Österreich bisher zu wenig Beachtung erfährt. 


Projektbeschreibung

Für eine nachhaltige und zielgerichtete Förderung der Gesundheitskompetenz von Jugendlichen ist es notwendig, sowohl Lesekompetenz als auch Medienkompetenz (digital literacy) zu fördern. Dies bezieht sich insbesondere auf ein kritisches und reflektiertes Verständnis von Informationen. Um darüber hinaus zu mehr gesundheitlicher Chancengleichheit beizutragen, muss eine entsprechende Förderung die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen der Jugendlichen berücksichtigen. Besonders wichtig ist hier das Einbeziehen unterschiedlicher Diversitätskategorien wie Migrationshintergrund und/oder Behinderungen. An diesem Punkt wird das geplante Projekt ansetzen, indem ein ADT (adaptives digitales Trainingsprogramm) entwickelt wird, das sich auf Muttersprache und Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler einstellt.


Umsetzung

Entwicklung eines adaptiven digitalen Trainingsprogrammes in vier sprachlichen Komplexitätsstufen; folgend Umsetzung und Evaluierung


Welche Ziele haben Sie seit Projektbeginn erreicht?

Übergreifendes Ziel des Projekts HeLi-D ist die Entwicklung, Umsetzung und Evaluation eines computergestützten Trainingsprogramms zur Förderung der Gesundheitskompetenz von Schüler*innen der sechsten und siebten Schulstufe. Folgende Ziele wurden bislang erreicht:

  1. Im Jahr 2018 wurde das Trainingsprogramm unter der Leitung von Frau Prof. Gasteiger-Klicpera (Universität Graz) gemeinsam mit VertreterInnen der Zielgruppe, der MedUni Graz und dem Know-Center entwickelt.
  2. Von November 2018 bis Februar 2019 wurde das Programm an zwei Schulen in der Steiermark pilotiert.
  3. Im Frühjahr 2019 wurde das Programm an neun steirischen Schulen eingesetzt. 

In einem nächsten Schritt wird die Auswertung der Ergebnisse (Evaluation des Programms) stattfinden.


Welche Zielgruppen haben Sie erreicht?

Die erreichte Zielgruppe im Projekt HeLi-D setzt sich aus insgesamt 1078 Schüler*innen (612 in der Interventionsgruppe und 394 in der Vergleichsgruppe) zusammen. Insgesamt waren 62 Schulklassen (sechste und siebte Schulstufe) aus 14 Schulen (9 Interventionsgruppe und 5 Vergleichsgruppe) in der ganzen Steiermark am Projekt beteiligt. Bei den Schulen handelte es sich um 12 Neue Mittelschulen in ländlichen und städtischen Gebieten und 2 AHS Unterstufen (je eine in Interventions- und Vergleichsgruppe). Zusätzlich wurden durch Schulungen an den teilnehmenden Interventionsschulen rund 120 Lehrpersonen erreicht.


Welche Maßnahmen wurden umgesetzt?

Das computergestützte Trainingsprogramm wurde im Frühjahr/Frühsommer 2019 an steirischen Schulen eingesetzt. Dies erfolgte in einem Prä-Posttest-Design mit Vergleichsgruppe. 
Im Zuge der Prä-Testung wurde in Interventions- und Vergleichsschulen die Gesundheitskompetenz, die Lesekompetenz sowie die Medienkompetenz der SchülerInnen ermittelt. Danach fand in den Interventionsklassen eine Auseinandersetzung mit den entwickelten Materialien (dem Trainingsprogramm) statt. Nach diesem Trainingszeitraum gab es eine erneute Erhebung der Kompetenzen.
Derzeit erfolgen die Bereinigung und Aufbereitung der Daten aus den Prä- und Post-Erhebungen. Danach erfolgt die Evaluation des Programms auf Basis der erhobenen Daten.