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GESUNDHEITSTHEMEN

Nackenschmerzen

Stand: Juni, 2021

Allgemeines

Nackenschmerzen sind weit verbreitet. Häufig vergehen die Beschwerden wieder von selbst. Manchmal bleiben sie auch länger oder kommen immer wieder. Oft sind die Auslöser nicht leicht zu erkennen.


FAQs - Häufige Fragen

Woher kommen die Beschwerden?

Treten Nackenschmerzen plötzlich und ohne erkennbare Ursache auf (wie zum Beispiel Schleudertrauma, Bandscheibenvorfall, Entzündungen), kann das sehr unterschiedliche Auslöser haben.
Dazu gehören:

  • zu viel oder zu wenig Bewegung,
  • anhaltender Stress,
  • schwere körperliche Arbeit,
  • Fehlhaltungen am Arbeitsplatz,
  • Übergewicht,
  • Schwangerschaft.


Manche Menschen leiden auch unter Zugluft oder einer schlechten Schlafposition.


Helfen Medikamente?

  • Schmerzmittel können die Beschwerden vorübergehend etwas lindern. Besonders bei längerer Anwendung können sie aber Nebenwirkungen haben (manchmal auch schwere). Darum sollten Sie Schmerzmittel nur für kurze Zeit und nach ärztlicher Abklärung einnehmen.
  • Ob Salben und Medikamente zur Entspannung der Muskulatur helfen, ist nicht ausreichend untersucht.
  • Spritzen zur Schmerzlinderung werden nicht empfohlen bei Nackenschmerzen.

Welche anderen Behandlungen werden empfohlen?

  • Physiotherapie kann bei Nackenschmerzen helfen. Davor sollte eine eingehende Untersuchung stattfinden. So werden ernsthafte Erkrankungen nicht übersehen.
  • Studien zeigen, dass die Kombination von manueller Therapie und aktiven Übungen wirksamer ist als nur eine dieser Maßnahmen allein. Die manuelle Therapie arbeitet mit speziellen Handgriffen und Techniken, um die Beweglichkeit zu steigern und Schmerzen zu lindern.
  • Bei Nackenschmerzen, die lange anhalten oder häufig auftreten, kann ein spezielles Kraft‐ und Ausdauertraining helfen. Unter Anleitung einer Physiotherapeutin bzw. eines Physiotherapeuten kann dies erlernt werden.
  • Auch Wärmepflaster und Auflagen können angenehm sein. Unklar ist, ob sie auch nachhaltig den Schmerz lindern können.
  • Ebenso kann Akupunktur bei chronischen Nackenschmerzen für kurze Zeit Besserung bringen.
  • Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass das Tragen einer Halskrause bei der Behandlung von Nackenschmerzen hilft.

Wie kann ich Nackenschmerzen vorbeugen?

  • Vermeiden Sie Stress und Lärm.
  • Achten Sie auf ein angenehmes Raumklima, regelmäßige Frischluft und gute Lichtverhältnisse.
  • Sorgen Sie für eine gute und angenehme Haltung bei der Arbeit. Wechseln Sie öfter die Position. Besonders bei schwerer oder einseitiger körperlicher Belastung achten Sie drauf ihren Körper durch gezieltes Training zu stärken.
  • Wenn Sie viel am Computer arbeiten, sollte die Höhe des Bildschirms und des Schreibtisches eine entspannte Arbeitshaltung möglich machen.
  • Besprechen Sie Belastungen am Arbeitsplatz mit einer Arbeitsmedizinerin / einem Arbeitsmediziner oder Ihrer Physiotherapeutin / Ihrem Physiotherapeuten.
  • Achten Sie auf einen guten Schlaf
  • Es gibt Hinweise, dass regelmäßige Übungen dabei helfen können, Nackenschmerzen vorzubeugen.

Fakten

Nackenschmerzen sind weit verbreitet: Einer von drei Erwachsenen hat einmal im Jahr mit Nackenschmerzen zu kämpfen.


Tipps

Was kann ich selbst tun?

In vielen Fällen vergehen Nackenschmerzen nach einiger Zeit von selbst. Bleiben Sie in Bewegung. Empfohlen werden leichte körperliche Aktivitäten, wie zum Beispiel Gehen. Versuchen Sie, einseitige Belastungen am Arbeitsplatz zu vermeiden oder durch gezieltes Training auszugleichen.


Rat und Hilfe

Nur sehr selten weisen Nackenschmerzen auf eine ernsthafte Erkrankung oder einen Notfall hin. Oft ist es allerdings schwierig, die Ursachen eindeutig festzustellen. Es ist wichtig, schwerwiegende Erkrankungen (z. B. Entzündungen, Gefäßrisse oder einen massiven Bandscheibenvorfall) auszuschließen.

Bei folgenden Situationen und Anzeichen sollten Sie rasch ärztliche Hilfe holen:

  • Schmerzen nach einem Unfall
  • Nackensteifigkeit mit Fieber und/oder Krankheitsgefühl
  • Probleme beim Wasserlassen oder mit dem Stuhlgang
  • starke Kopfschmerzen mit Übelkeit, Erbrechen, Schwindel oder Sehstörungen
  • gleichbleibend starke Schmerzen in Ruhe und bei Bewegung
  • unerklärlicher Gewichtsverlust, Fieber oder Schüttelfrost
  • Nervenstörungen und Lähmungserscheinungen, wie z. B. Ameisenlaufen oder Probleme, den Arm oder die Finger zu bewegen
  • Kribbeln, häufig eingeschlafene Hände oder Beine
  • Schwäche in den Beinen und Probleme mit dem Gleichgewicht beim Gehen

LINKS

Wissenswertes über Nackenschmerzen; Öffentliches Gesundheitsportal Österreich: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/koerper/schmerzen/nackenschmerzen-was-ist-das

Wärmepflaster für den Nacken: Hilfe gegen Schmerzen?; Medizin Transparent: https://www.medizin-transparent.at/waermepflaster-nacken/

Hilfreiche Übungen zur Vorbeugung und Linderung von Nackenschmerzen: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/koerper/schmerzen/nackenschmerzen-uebungen

QUELLEN

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ExpertInnen

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