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Was die Sachbezeichnung über ein Lebensmittel verrät

Allgemeines

Die Sachbezeichnung ist auf einem verpackten Lebensmittel immer zu finden. Sie hilft Ihnen, ein Lebensmittel besser einzustufen. Aber was ist die Sachbezeichnung? Ist es der Namen des Produktes? Jein!

Man muss zwischen einem Phantasienamen und der Sachbezeichnung unterscheiden. Aufgrund der Sachbezeichnung sollen die VerbraucherInnen unmissverständlich erkennen können, um welches Produkt es sich handelt. Der Phantasiename dient rein der Bewerbung des Produkts.

Beispiel Produkt 1


Phantasienamen (freiwillig)

Gute-Laune-Kekse

Sachbezeichnung (verpflichtend)

Dinkel-Müsli-Kekse mit Hafervollkornflocken und Früchten

Was erkennen wir daraus?

Beim Produkt handelt es sich um Kekse, die Vollkornflocken und Früchte beinhalten.

Beispiel Produkt 2


Phantasienamen (freiwillig)

Grüner Superstar-Smoothie

Sachbezeichnung (verpflichtend)

Zubereitung aus Früchten, Blattgemüse und Fruchtsaft, pasteurisiert

Was erkennen wir daraus?

Das Produkt enthält nicht nur Gemüse (was man beim Namen „grüner Smoothie“ vermuten könnte), sondern auch Früchte und Fruchtsaft.

Beispiel Produkt 3


Phantasienamen (freiwillig)

Trixi-Hörnchen

Sachbezeichnung (verpflichtend)

Hefeteiggebäck mit Milch- und Karamellfüllung

Was erkennen wir daraus?

Das Gebäck enthält auch Milch und Karamell.

Viele Sachbezeichnungen von Produkten sind im „Österreichischen Lebensmittelbuch“ geregelt. Hier ist z. B. festgeschrieben, wie eine Wurst mit der Sachbezeichnung „Extrawurst“ zusammengesetzt sein muss, oder wie viel Prozent Kalbsleber eine Leberstreichwurst mit der Bezeichnung „Kalbsleberstreichwurst“ unbedingt enthalten muss. Handelt es sich um ein Produkt, das neu auf dem Markt ist, muss vom Hersteller eine Sachbezeichnung gewählt werden, die bestmöglich beschreibt, um welches Nahrungsmittel es sich handelt.

Hier geht es zur Online-Version vom Österreichischen Lebensmittelbuch: http://www.lebensmittelbuch.at/