Gesunde Stimme trotz Maske

Gesundheitsthema

Gesunde Stimme trotz Maske

Geht das?
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Ein Mund-Nasen-Schutz hilft dabei, uns selbst und andere vor einer Ansteckung mit Viren und Bakterien zu schützen. Viele Menschen müssen den Mund-Nasen-Schutz mehrere Stunden pro Tag tragen, zum Beispiel wenn sie im Gesundheitsbereich arbeiten. Das kann anstrengend sein – vor allem für die Stimme. Was können wir tun, um weiter gut bei Stimme zu bleiben?

In diesem Beitrag beantworten wir häufige Fragen zum Thema gesunde Stimme, trotz Maske. Sie erfahren, was Sie selbst tun können, damit Ihre Stimme gesund bleibt. Wir klären Mythen auf und Sie erfahren, wo Sie Rat und Hilfe sowie weitere Informationen finden. 

Das Wichtigste auf einen Blick
  • Das Sprechen mit einer Maske über dem Mund und der Nase ist ungewohnt und anders. 
  • Der Mund wird zur Gänze verdeckt. Das Sprechen, die Atmung, die Stimme und die Mimik können durch die Bedeckung mit einer Maske beeinflusst werden.
  • Besonders Personen mit Stimm-Problemen und Sprech-Problemen sind in ihrer Kommunikation gefordert.
Häufige Fragen

Der Mund-Nasen-Schutz kann Sie vor einer Infektion schützen. Wie Sie ihn korrekt verwenden, sehen Sie hier:

Plakat Mund-Nasen-Schutz korrekt verwenden

 

Die Mimik ist ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Kultur. Mit Mimik sind die sichtbaren Bewegungen des Gesichtes gemeint, wie zum Beispiel den Mund zusammenkneifen oder die Augenbraue heben. Sie hilft uns, die Bedeutung von Worten zu unterscheiden. So erkennen wir am Gesichtsausdruck die Bedeutung des Gesagten, zum Beispiel Ironie. Das ist mit der Maske schwieriger.

Folgende Tipps helfen, damit die Mimik nicht verloren geht: 

  • Achten Sie in Gesprächen auf ausreichend Augen-Kontakt, setzen Sie verstärkt Mimik mit den Augenbrauen ein.
  • Setzen Sie zur Unterstützung verstärkt die Hände und Arme ein.
  • Achten Sie darauf, Lärm aus der Umgebung (zum Beispiel Radio, TV, Straßenlärm etc.) bei Gesprächen zu reduzieren oder zu vermeiden
  • Sprechen Sie nicht zu schnell, damit Sie gut verstanden werden.

Mit der Maske atmen wir gegen einen Widerstand. Das ist, je nach Material, anstrengender als ohne Maske. Allerdings: Ein gesunder Mensch schafft das mit seiner Lungenkraft. In Belastungs- oder Ausnahmesituationen empfindet man es aber womöglich als unangenehm, einen Fremdkörper am Mund zu haben. Daher sollten Sie so oft es geht die Maske absetzen und am geöffneten Fenster in Ruhe durchatmen.

Was kann ich selbst tun

Damit die Stimme trotzdem gesund bleibt, gibt es einige Tipps:

  • Achten Sie auf eine aufrechte und lockere Körperhaltung beim Sprechen.
  • Atmen Sie zwischendurch tief durch.
  • Sprechen Sie in einem normalen Tempo.
  • Geben Sie Ihrer Stimme immer wieder Pausen, in denen Sie nicht sprechen (vor allem bei lauter Umgebung).
  • Rauchen Sie nicht und trinken Sie keinen Alkohol.
  • Lüften Sie regelmäßig – zu Hause und am Arbeitsplatz.
  • Bei Heiserkeit oder einer belasteten Stimme kann das Einatmen von Wasserdampf oder Salzlösung helfen. Das nennt man auch "Inhalieren".


Achten Sie auch auf einen gesunden Lebensstil, das heißt:

  • Schlafen sie ausreichend.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig, am besten an der frischen Luft.
  • Essen Sie gesund und nicht zu scharf, zu kalt oder zu heiß.
  • Trinken Sie ausreichend Wasser. 
Mythen

Mythos 1: Die Ernährung hat keinen Einfluss auf die Stimme. 

Das ist falsch. Mit der richtigen Ernährung kann man der Stimme und dem Hals Gutes tun. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und trinken Sie reichlich. Scharfes Essen, Alkohol oder bestimmte Teesorten wie Pfefferminztee, Kamillentee oder Früchtetee sollten Sie meiden, da sie die Schleimhäute austrocknen können. Ein gutes Hausmittel gegen Heiserkeit ist Ingwertee.


Mythos 2: Flüstern schont die Stimme. 

Das stimmt nicht! Um die Stimme zu schonen, sollte man weder flüstern noch besonders laut sprechen. Flüstern beansprucht die Stimmlippen mehr als leises Reden. Auch Räuspern ist nicht gut für eine heisere Stimme. 

Rat und Hilfe

Wenn Sie länger als drei Wochen Beschwerden haben, lassen Sie sich von einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder einer Hals-Nasen-Ohren-Ärztin untersuchen. Rufen Sie an, bevor Sie in die Arztpraxis gehen.

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