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GESUNDHEITSTHEMEN

Pollen-Allergien

Stand: April, 2021

Im Frühjahr erwacht unsere Natur. Das ist wunderschön anzusehen. Allerdings wird durch den Blütenstaub der Pflanzen bei manchen Personen eine Allergie ausgelöst- ein sogenannter Heuschnupfen oder Pollen-Allergie. Schnupfen, Husten, brennende geschwollene Augen, Hautreizungen und Rötungen sind typische Merkmale. Diese Symptome treten nur während der Blütezeit der Pflanzen auf, gegen die eine Allergie vorliegt. In Österreich gibt es drei wichtige Blütephasen die von Februar bis September dauern.


FAQs - Häufige Fragen

Was ist eine Allergie?

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem auf harmlose Reize. Blütenstaub kann zum Beispiel so ein Reiz sein. Das Immunsystem aktiviert dann die Abwehrmechanismen des Körpers. Ein Überbegriff für Allergien ist „Immunreaktion“. Allergien treten nicht plötzlich auf. Sie entwickeln sich mit der Zeit, aber meist unmittelbar nach Kontakt mit dem Auslöser der Allergie. Hier gibt es ein Erklärvideo des Schweizer Fernsehen:


Wie wird die Pollen-Allergie festgestellt?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Der Arzt oder die Ärztin befragt Sie zu Ihrer allgemeinen Krankengeschichte und Ihren Beschwerden und macht einen Hauttest oder einen Bluttest.


Warum soll eine Pollen-Allergie behandelt werden?

Durch die Pollen-Allergie kann sich bei jeder zweiten bis dritten Person Asthma entwickeln. Daher sollte eine Behandlung frühzeitig beginnen.


Was gibt es für Behandlungen?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten: Es stehen Medikamente zur Verfügung wie zum Beispiel Antihistaminika, Kortison-haltige Sprays und abschwellende Nasentropfen und –Sprays. Salzhaltige Nasentropfen- und Sprays können Ihre Beschwerden lindern. Um langfristig unempfindlich gegen die Pollen zu werden, kann eine Hyposensibilisierung helfen. Dabei werden kleine Dosen des Allergens (Pollen) unter die Haut gespritzt oder unter die Zunge gegeben. Ähnlich wie bei einer Impfung. Die genaue Erklärung dazu finden Sie unter:
https://www.gesundheitsinformation.de/hyposensibilisierung-spezifische-immuntherapie-bei-heuschnupfen.html


Wird eine Allergie vererbt?

In manchen Familien gibt es ein höheres Risiko für Allergien. Untersuchungen zeigen, dass wenn beide Elternteile eine Allergie haben, auch das Kind zu 70 Prozent eine Allergie bekommt. Wenn nur ein Elternteil eine Allergie hat, besteht eine 30 prozentige Wahrscheinlichkeit, dass das Kind eine Allergie entwickelt.


Kann eine Pollen-Allergie bei Kindern wieder verschwinden?

Dies kommt nur in seltenen Fällen vor. Es kommt eher vor, dass eine Allergie stärker oder schwächer wird.


Ist an der Pollen-Allergie der Klimawandel schuld?

Die Kollegen von „Medizin transparent“ meinen dazu, dass man das nicht so genau sagen kann. Die wissenschaftlichen Belege dafür fehlen. Mehr dazu unter:
https://www.medizin-transparent.at/pollenallergie-klimawandel-schuld/


Fakten

  • Etwa zwei Millionen Menschen in Österreich leiden an einer Allergie
  • Die häufigste Allergie ist die Pollen-Allergie. Dabei kommen am häufigsten Allergien gegen Gräser-Pollen vor.
  • In Österreich wird zwischen drei Blüteperioden unterschieden:
    - Blüteperiode 1 im Frühling bis April, es blühen zum Beispiel Erle und Hasel sowie Birke.
    - Blüteperiode 2 im Frühsommer bis Juli, es blühen zum Beispiel Gräser und Getreide.
    - Blüteperiode 3 im Spätsommer bis September, es blüht zum Beispiel Unkraut wie Beifuß.

Tipps

Was kann ich selbst tun?
 

  • Vermeiden Sie die allergie-auslösenden Situationen und Stoffe. Sie sollten also nicht im Wald spazieren gehen, wenn Sie allergisch auf Birke sind und die Birke anfängt zu blühen.
  • Informieren Sie sich, wann welche Pflanze blüht. So können Sie die Situationen vermeiden und die Belastung für Ihren Körper verkleinern.
  • Schließen Sie bei starkem Pollenflug die Fenster und waschen Sie sich die Haare bevor Sie ins Bett gehen.
  • Zigaretten und Tabak vermeiden. Ein Allergierisiko kann sich durch Rauchen und passives Rauchen erhöhen.
  • Übertriebene Hygiene ist nicht notwendig. Hände waschen schadet allerdings nie!

Rat und Hilfe

Sie können sich an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt wenden, um an eine spezielle Ambulanz überwiesen zu werden. Dort kann man feststellen, unter welcher Allergie Sie leiden. Sie werden über die möglichen Hilfsmittel und Behandlungen zur Pollen-Allergie informiert.

Bereiten Sie sich auf den Arztbesuch vor, indem Sie das Heft „Mein Arztgespräch“ verwenden oder ein Pollen-Tagebuch führen.