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Gute Gesundheitsinformationen

Woran erkenne ich gute Gesundheitsinformationen?

Gesundheitsinformationen gelten dann als besonders gut und zuverlässig, wenn sie evidenzbasiert sind. Der Begriff „Evidenz“ bedeutet, dass es wissenschaftliche Nachweise für Nutzen und Schaden gibt.

Egal ob Sie eine medizinische Vorbildung haben oder nicht, sollten Texte, Tabellen und Grafiken in evidenzbasierten Gesundheitsinformationen für Sie leicht verständlich sein.

Gute Gesundheitsinformationen bieten Ihnen mehr als nur die Angabe von Messwerten, wie etwa des Cholesterinwerts oder des Blutdrucks. Sie finden darin Informationen, die wirklich für Ihre Lebensqualität wichtig sind. Sie helfen Ihnen und Ihren Angehörigen, sich fundiert für oder gegen Untersuchungs- oder Therapiemethoden zu entscheiden.


Worauf muss ich bei guten Gesundheitsinformationen achten?

Wenn Sie sich eine Gesundheitsinformation etwas genauer ansehen, sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Wer ist der Herausgeber der Gesundheitsinformation? Ist er seriös?
  • Wer hat sie geschrieben?
  • Gibt es ein Datum, wann die Information veröffentlicht wurde?
    D. h.: Wie aktuell ist die Gesundheitsinformation?
  • Woher stammen die Informationen? Gibt es Quellenangaben?
  • Werden Ziel und Zielgruppe der Information genannt?
  • Wie würde die Erkrankung ohne Behandlung verlaufen?
  • Werden unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten beschrieben?
  • Wie wirken diese Behandlungsmöglichkeiten, was ist ihr Nutzen, was sind ihre Risiken?
  • Welche Auswirkungen hat die Behandlung auf das alltägliche Leben?
  • Werden Unsicherheiten beschrieben?
  • Ist die Gesundheitsinformation in einer neutralen Sprache geschrieben, oder will man Ihnen etwas „verkaufen“?

Gesundheitsinformationen, die sämtliche Kriterien vollständig erfüllen, wären zwar ideal, sind in der Praxis aber eher die Ausnahme. Orientieren Sie sich daher am besten daran, ob die Mehrheit der zuvor aufgezählten Punkte erfüllt ist, beziehungsweise ob jene Fragen beantwortet werden, die Ihnen besonders wichtig sind.

Quelle: Broschüre Kompetent als Patientin und Patient, 2018