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Verständnis abfragen („Teach-Back“)

„Teach-Back“ ist eine Kommunikationstechnik, bei der Patientinnen und Patienten nach erhaltener Information (z. B. Anweisungen zur Medikamenteneinnahme) darum gebeten werden, das eben Mitgeteilte in eigenen Worten wiederzugeben. Damit soll gewährleistet werden, dass die Informationen verstanden wurden. 

Studien zur Arzt-Patienten-Kommunikation zeigen: Patientinnen und Patienten haben oft bereits kurz nach dem Gespräch große Schwierigkeiten, vermittelte Inhalte korrekt wiederzugeben. So wird durchschnittlich nur die Hälfte des Gehörten richtig verstanden und behalten. Personen mit eingeschränkter Gesundheitskompetenz haben besonders große Schwierigkeiten und können unmittelbar nach dem Gespräch nur rund zehn Prozent der Informationen korrekt wiedergeben.

„Teach-Back“ ist eine Rückkanal-Methode, um sicherzustellen, dass man Informationen klar und verständlich an Patientinnen und Patienten vermittelt hat. Die Technik eignet sich nicht nur für Gespräche im klinischen Setting. Teach-Back kann bei allen Gesprächen zum Einsatz kommen, bei denen die Informationsvermittlung an Betroffene im Zentrum steht. Die Technik geht über bloße Fragen wie „Haben Sie mich verstanden?“ oder „Haben Sie noch Fragen?“ hinaus. Stattdessen werden Patientinnen und Patienten gebeten, die besprochenen Inhalte kurz in eigenen Worten zu wiederholen oder ein bestimmtes Verhalten zu demonstrieren. Das Gesundheitspersonal könnte dabei beispielsweise so vorgehen:

Haben Patientinnen und Patienten Schwierigkeiten, die vermittelte Information korrekt wiederzugeben, sollten die wichtigsten Informationen für sie noch einmal wiederholt und die Erklärungen vereinfacht werden.

„Teach-Back“ darf aber nicht zu einer Testsituation für Patientinnen und Patienten werden. Es geht vielmehr darum, dass das Gesundheitspersonal erkennt, ob die Informationen verständlich vermittelt wurden.

Quelle: Ludwig Boltzmann Institut, Toolbox