Künstliche Intelligenz

Ist ChatGPT die Ärztin bzw. der Arzt von morgen?

Ein Computerchip.
Wie erkenne ich Fakten statt Fake?
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Redaktion: Bianca Heppner, MPH (Master in Public Health) und Anja Mandl, BA MA (Bachelor und Master in Gesundheitsmanagement)
Zuletzt geändert am: 21.02.2024
Nächste geplante Überarbeitung: 2027

Künstliche Intelligenz, kurz KI genannt, ist in einigen Anwendungen bereits tägliche Praxis. Zum Beispiel bei Suchmaschinen im Internet. Auch im Gesundheitsbereich wird diese Technologie immer öfter eingesetzt. Das bringt gleichzeitig Chancen und Risiken für unsere Gesundheit.[6]

In diesem Beitrag werden häufige Fragen zum Thema „Künstliche Intelligenz und Gesundheit“ beantwortet. Sie, als gesunde erwachsene Person, erfahren, worauf Sie achten können, wenn Sie künstliche Intelligenz für Ihre Gesundheit einsetzen möchten. Wir klären über Vorteile und Nachteile rund um das Thema Künstliche Intelligenz auf und Sie erfahren, wo Sie weitere Informationen finden. Mit diesen Informationen können Sie sich selbst ein Bild machen, bevor Sie eine Entscheidung für Ihre Gesundheit treffen!

Überblick

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Mit der Abkürzung KI ist Künstliche Intelligenz gemeint. Der englische Begriff lautet „Artificial Intelligence“ und wird mit AI abgekürzt.
  • KI findet auch in der Medizin Anwendung, zum Beispiel bei der Diagnose von Erkrankungen.[6]
  • Eine KI bietet Vorteile und Nachteile
  • Ein Vorteil kann sein, dass aufgrund großer Datenmengen personalisierte Behandlungspläne entwickelt werden.
  • Ein Nachteil kann sein, dass KI auch fehleranfällig ist.

Podcast

Folge #51 Künstliche Intelligenz: Ist ChatGPT die Ärztin bzw. der Arzt von morgen?

In dieser Folge erklärt Christoph Holz, KI-Experte und Informatiker, wie Sie die Künstliche Intelligenz nutzen können, warum Sie immer den Hausverstand einschalten sollten und was KI mit Steinen zu tun hat.

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Häufige Fragen

Was ist künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz ist ein Teilgebiet der Informatik. Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Prozess, in dem Maschinen oder Softwareprogramme menschliches Denken nachmachen. Das bedeutet, dass Computer oder Maschinen, Aufgaben ausführen, für die es normalerweise menschliche Intelligenz braucht.[1] KI kann Probleme oder Aufgaben selbstständig lösen. Im Englischen wird KI als Artificial Intelligence (AI) bezeichnet. Bei uns werden beide Begriffe verwendet.[6]

Woher bezieht die KI ihre Informationen?

KI, wie zum Beispiel Chat-GPT, greift auf eine große Menge von Informationen aus digitalen Quellen zu. Mit Hilfe dieser Informationen schafft es die KI, Muster zu erkennen und entsprechende Informationen zu erstellen. Dabei können Informationen aus Online-Lexika oder wissenschaftlicher Literatur ebenso wie Angaben aus Foren oder Social Media verwendet werden. Die Inhalte, die Sie von einer KI bekommen, könnten also auch falsch sein.[6]

Kann ich KI nutzen, um mich über Gesundheitsthemen zu informieren?

Als Nutzerin oder Nutzer können Sie Ihre Frage schriftlich oder mit Diktierfunktion in ein Programm wie Chat-GPT eingeben.[2]

Das funktioniert teilweise auch kostenfrei. Sie können der KI eine Frage stellen, zum Beispiel: „Was kann ich bei Durchfall tun?“ Die Künstliche Intelligenz sucht in der großen Menge an Informationen nach Antworten, die Ihrer Frage am nächsten kommen.[2] Die KI kann aber nicht unterscheiden, ob die Informationen richtig sind oder erfunden.[2][9]

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Wie wird KI im Gesundheitswesen eingesetzt?

KI wird im Gesundheitswesen für verschiedene Zwecke eingesetzt. Zum Beispiel kann KI bei folgenden Aufgaben unterstützen:

  • medizinische Bilder wie Röntgenaufnahmen oder MRT-Scans analysieren
  • Krankheitsrisiken vorhersagen
  • personalisierte Medizin
  • Hilfe für Gesundheitspersonal bei der Diagnose und Behandlung von Krankheiten[1][2]
Kann KI Fachpersonal aus dem Gesundheitswesen ersetzen?

Insgesamt deutet die Forschung darauf hin, dass KI-Systeme eher als Hilfsmittel für Fachkräfte im Gesundheitswesen eingesetzt werden, anstatt diese zu ersetzen.[5]

Wer kümmert sich um die Sicherheit von KI im Gesundheitswesen?

In der Praxis sollten Gesundheitsdienstleister und Entscheidungsträger in der Gesundheitspolitik sicherstellen, dass KI-Systeme in der Gesundheitsversorgung verantwortungsbewusst eingesetzt werden. Dies umfasst die Entwicklung klarer Datenschutz-Richtlinien und Vorschriften für die Verwendung von KI in der Medizin. Besonders wichtig ist die Schulung von Gesundheitspersonal im Umgang mit KI-Technologien.[8]

Was kann ich selbst tun

Wenn Sie KI verwenden möchten, um sich zu Gesundheitsthemen zu informieren, beachten Sie folgende Tipps:

  • Machen Sie sich bewusst, dass KI-Systeme nicht alle Punkte einer komplizierten Gesundheitsfrage erfassen können.
  • Besprechen Sie Ergebnisse der KI immer mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt.
  • Sie können die Ergebnisse einer KI überprüfen, indem Sie eine weitere KI befragen. Aber auch das gleiche Ergebnis garantiert nicht den Wahrheitsgehalt.
  • Hinterfragen Sie die Inhalte der KI immer. Schätzen Sie den Wahrheitsgehalt immer wieder neu ein.[10][11]

Vorteile und Nachteile

Vorteile von Künstlicher Intelligenz im Gesundheitsbereich

  1. Genauere Diagnosen und personalisierte Behandlungen: KI kann große Mengen an medizinischen Daten verarbeiten und Muster erkennen. Das kann Fachpersonal bei der Diagnose und Behandlung von Krankheiten helfen. Dies kann dazu beitragen, unnötige Tests und Behandlungen zu vermeiden.
  2. Bessere Verwaltung von Gesundheitsdiensten: KI kann bei der Planung und Verbesserung von Abläufen in Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen helfen. Dies kann zu einer effizienteren Nutzung von Personal und Ausrüstung führen.
  3. Krankheiten früher erkennen: KI kann dabei helfen, Krankheiten in einem früheren Stadium zu erkennen. Das kann zu einer besseren Prognose beitragen.[3]

Nachteile von Künstlicher Intelligenz im Gesundheitsbereich

Zu folgenden Themen gibt es Bedenken:

  • Datenschutz: Wenn KI Gesundheitsdaten verwendet, müssen diese ausreichend geschützt sein, um die Privatsphäre der Patient*innen zu sichern.
  • ethische Fragen: KI-Systeme sind nicht fehlerfrei. Sie können auch falsche Diagnosen stellen oder ungenaue Vorhersagen treffen. Das kann zu falschen Behandlungen und gesundheitlichen Risiken für die Patient*innen führen.
  • Patient*innen-Sicherheit: Es ist von den Gesundheitsbehörden immer zu überprüfen, ob die KI auf zuverlässige Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse zugreift.
  • mögliche Verdrängung von Arbeitsplätzen im Gesundheitswesen

Unterschiede Frauen und Männer

Bisherige Forschungen deuten darauf hin, dass es Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei der Nutzung von KI im Gesundheitswesen gibt. Eine Studie aus dem Jahr 2020 stellte fest, dass Frauen eher bereit waren, KI-gestützte Gesundheitsdienste zu nutzen, wenn sie als vertrauenswürdignützlich und benutzerfreundlich wahrgenommen wurden. Männer waren eher bereit solche Dienste zu nutzen, wenn sie als effizient und zeitsparend empfunden wurden.[4]

Rat und Hilfe

Hier finde ich weitere Informationen

Podcast der Charité

Kerstin Ritter, Juniorprofessorin für Computational Neuroscience an der Charité Berlin, spricht in dem Podcast mit Gästen aus verschiedenen Bereichen der Medizin und Medizininformatik darüber, wie KI funktioniert und wie diese in der Medizin Anwendung findet.

WHO und der Einsatz von KI für die psychische Gesundheit

Hier finden Sie neue Studien der WHO über Anwendungen und Herausforderungen von KI in Zusammenhang mit psychischer Gesundheit.

 

Quellen

Hinweis: Wir weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass die Informationen auf dieser Webseite auf keinen Fall als Ersatz für eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Expertinnen und Experten (zum Beispiel Ärzt*innen, Apotheker*innen, Ernährungsberater*innen, Psycholog*innen etc.) dienen. “Gesund informiert“ ist eine Webseite des Gesundheitsfonds Steiermark und wird ausschließlich aus öffentlichen Mitteln finanziert. Weitere wichtige Informationen finden Sie hier.

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