Ernährung
Was ist wirklich gesund?
Was wir täglich essen und trinken, wirkt sich auf unsere Gesundheit aus. Nicht alles, was uns schmeckt, tut uns auch gut. Die Frage, wie eine gesunde Ernährung aussieht und was in den Einkaufswagen soll, ist für viele Menschen aber gar nicht leicht zu beantworten. In den Medien gibt es viele verschiedene Ernährungs-Tipps und Empfehlungen. Woher weiß man, was wirklich gesund ist? Und wie schafft man es, mit wenig Geld gesund und gut zu essen?
In diesem Beitrag beantworten wir häufige Fragen zum Thema gesunde Ernährung und Tipps zum Einkaufen. Sie erfahren, was Sie selbst tun können, um gesund und günstig zu essen. Wir klären über Ernährungs-Mythen auf und Sie erfahren, wo Sie Rat und Hilfe sowie weitere Informationen finden, wenn Sie Ihre Ernährungs-Gewohnheiten verbessern möchten.
Mir ist wichtig, dass ich fit und gesund bleibe. Da ist die gesunde Ernährung ein wichtiger Aspekt.Gesundheits-Heldin Kerstin, Ennstal
Überblick
Das Wichtigste auf einen Blick
- Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist die Grundlage für ein gesundes Leben.
- Eine gesunde Ernährung besteht aus reichlich regionalem und saisonalem Gemüse und Obst, ausreichend Kartoffeln und Getreide, Milch und Milchprodukten sowie guten Fetten und Ölen.
- Im Wochenverlauf kommen außerdem Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen) und Eier hinzu. Wer möchte, kann das Angebot durch guten Fisch und Fleisch ergänzen. Süßigkeiten sollte es grundsätzlich eher selten geben.
- Zu viel Zucker, zu viel gesättigte Fettsäuren, zu viel Salz können der Gesundheit schaden.
- Wie viel man von den verschiedenen Lebensmittel-Gruppen täglich bzw. wöchentlich essen sollte, zeigen die steirischen Ernährungspyramiden und der gesunde, steirische Teller.
- Um zu beurteilen, ob ein Lebensmittel gut für Sie ist oder nicht, sollten Sie bei verpackten Lebensmitteln unbedingt die Lebensmittel-Kennzeichnung lesen.
- Eine gesunde Ernährung muss nicht teuer sein. Kaufen Sie gezielt günstigere Basisprodukte sowie frische, regionale und saisonale Lebensmittel ein.
- Ein Ernährungs-Tagebuch oder eine Ernährungs-Beratung können Ihnen dabei helfen, gesünder zu essen.
Podcast
Folge #75 Gesund informiert mit Lisa Bauer: Wie bleibt unser Darm gesund?
In dieser Folge erklärt die Ernährungstrainerin Lisa Bauer, was es mit Ballaststoffen und dem Mikrobiom auf sich hat, was Darm und Hirn gemeinsam haben und wie Sie es schaffen, sich „darmgesund“ zu ernähren.
Podcast-Ausschnitte
Hören Sie kurz in die Folge hinein!
Teil 1: Warum ist der Darm wichtig für uns?
Teil 2: Wie wichtig ist gesunde Ernährung?
Teil 3: Wie oft soll ich auf ausgewogene Ernährung achten?
Folge #35 Gesund und günstig essen: Wie funktioniert das?
In dieser Folge gibt Mag.a Martina Steiner vom Gesundheitsfonds Steiermark wertvolle Infos & Tipps, wie Sie gesund und günstig einkaufen können, was Sie im Geschäft beachten sollten und wie Sie gesunde Ernährung zuhause in die Praxis umsetzen.
Testen Sie Ihr Wissen
Häufige Fragen
Wie sieht eine gesunde Ernährung mit Fisch und Fleisch aus? [1, 8, 9]
Einen guten Überblick über die Empfehlungen für eine gesunde Ernährung bieten die steirischen Ernährungspyramiden. Sie gelten für gesunde Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren. Es gibt aktuell zwei verschiedene Pyramiden:
- Eine für eine omnivore Ernährung, das heißt mit Fisch und Fleisch
- Eine für eine ovo-lacto-vegetarische Ernährung, das heißt ohne Fisch und Fleisch.
Der gesunde, steirische Teller kann Sie bei der Umsetzung einer gesundheitsförderlichen Ernährung im Alltag unterstützen.

Getränke: Trinken Sie täglich mindestens 1,5 Liter. Am besten Wasser oder andere alkoholfreie Getränke ohne Zucker und ohne Süßungsmittel.
Gemüse und Obst: Essen Sie täglich 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst. Am besten ist saisonales Gemüse und Obst aus der Steiermark. Versuchen Sie zusätzlich möglichst unterschiedliche Sorten und möglichst bunt zu essen.
Getreide und Erdäpfel: Essen Sie täglich 4 Portionen Erdäpfel oder Getreide. Zum Getreide zählen zum Beispiel Brot, Nudeln, Polenta und Reis. Am besten sind Vollkorn-Produkte wie zum Beispiel Vollkorn-Brot.
Milch und Milch-Produkte: Essen beziehungsweise trinken Sie täglich 2 Portionen Milch oder Milch-Produkte. Am besten sind Produkte, die ungesüßt sind und die wenig Fett enthalten. Essen Sie täglich eine Portion weiße Milchprodukte wie zum Beispiel Milch, Joghurt, Buttermilch, Topfen oder Hüttenkäse und eine Portion gelbe Milchprodukte wie zum Beispiel Käse
Öle, Fette, Nüsse und Samen: Pflanzliche Öle wie zum Beispiel Rapsöl und Nüsse oder Samen (zum Beispiel Walnüsse) enthalten wertvolle Fettsäuren. Essen Sie täglich bis zu 2 Portionen. Streich-, Back- und Bratfette wie Butter, Margarine oder Schmalz sollten Sie hingegen sparsam verwenden.
Hülsenfrüchte und Produkte aus Hülsenfrüchten: Essen Sie jede Woche mindestens 3 Portionen Hülsenfrüchte wie zum Beispiel Erbsen, Kichererbsen, Bohnen, Linsen, Lupinen oder daraus hergestellte Produkte wie Tofu oder Tempeh.
Fisch, Fleisch und Eier: Essen Sie pro Woche maximal 3 Portionen Fisch oder Fleisch. Optimal ist eine Portion Fisch, eine Portion Fleisch und wahlweise eine dritte Portion Fisch oder Fleisch. Dazu zählt auch Wurst. Am besten sind magere Produkte, also mit wenig Fett. Rotes Fleisch und daraus hergestellte Wurst sollten Sie seltener essen. Das ist zum Beispiel Rindfleisch, Lammfleisch oder Schweinefleisch. Essen Sie pro Woche bis zu 3 Eier.
Fettes, Süßes und Salziges: Essen Sie nur selten Lebensmittel mit viel Fett, Zucker und Salz wie zum Beispiel Süßigkeiten, Mehlspeisen und Knabbereien wie Chips. Essen Sie nur kleine Mengen, das heißt höchstens eine kleine Hand voll Trinken Sie nur selten Getränke mit viel Zucker, wie zum Beispiel Limonaden oder Soft Drinks.
Wie sieht eine gesunde vegetarische Ernährung aus? [1, 8, 9]

Getränke: Trinken Sie täglich mindestens 1,5 Liter. Am besten Wasser oder andere alkoholfreie Getränke ohne Zucker und ohne Süßungsmittel.
Gemüse und Obst: Essen Sie täglich 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst. Am besten ist saisonales Gemüse und Obst aus der Steiermark. Versuchen Sie zusätzlich möglichst unterschiedliche Sorten und möglichst bunt zu essen.
Getreide und Erdäpfel: Essen Sie täglich 5 Portionen Erdäpfel oder Getreide. Zum Getreide zählen zum Beispiel Brot, Nudeln, Polenta und Reis. Am besten sind Vollkorn-Produkte wie zum Beispiel Vollkorn-Brot.
Milch und Milch-Produkte: Essen beziehungsweise trinken Sie täglich 3 Portionen Milch oder Milch-Produkte. Am besten sind Produkte, die nicht gezuckert sind und die wenig Fett enthalten. Essen Sie täglich zwei Portionen weiße Milchprodukte wie zum Beispiel Milch, Joghurt, Buttermilch, Topfen oder Hüttenkäse und eine Portion gelbe Milchprodukte wie zum Beispiel Käse.
Öle, Fette, Nüsse und Samen: Pflanzliche Öle wie zum Beispiel Rapsöl und Nüsse oder Samen (zum Beispiel Walnüsse) enthalten wertvolle Fettsäuren. Essen Sie täglich bis zu 2 Portionen. Streich-, Back- und Bratfette wie Butter, Margarine oder Schmalz sollten Sie hingegen sparsam verwenden.
Hülsenfrüchte und Produkte aus Hülsenfrüchten: Essen Sie jede Woche mindestens 4 Portionen Hülsenfrüchte wie zum Beispiel Erbsen, Kichererbsen, Bohnen, Linsen, Lupinen oder daraus hergestellte Produkte wie Tofu oder Tempeh.
Eier: Essen Sie pro Woche bis zu 4 Eier.
Fettes, Süßes und Salziges: Essen Sie nur selten Lebensmittel mit viel Fett, Zucker und Salz wie zum Beispiel Süßigkeiten, Mehlspeisen und Knabbereien wie Chips. Essen Sie nur kleine Mengen, das heißt höchstens eine kleine Hand voll. Trinken Sie nur selten Getränke mit viel Zucker, wie zum Beispiel Limonaden oder Soft Drinks.
Wie sieht eine ausgewogene Mahlzeit auf dem Teller aus? [10]
Das Tellermodell zeigt, wie man gesunde Mahlzeiten zusammenstellt. Der Teller sollte halb voll mit Gemüse oder Obst sein. Ein Viertel wird mit Eiweiß und das letzte Viertel mit Kohlenhydraten gefüllt. Zum Essen gehören gesunde Fette und ein Getränk. Versuchen Sie, diese Tipps bei der Essensplanung anzuwenden.

Wie groß ist eine Portion?
Portionen sind unterschiedlich groß. Wie viel Nahrung wir brauchen, ist zum Beispiel von der Körpergröße, dem Geschlecht, dem Alter und Gewicht abhängig.[5] Wichtig ist auch, wie körperlich aktiv Sie sind. Das heißt, wie viel Sport und Bewegung Sie machen.[5]
Eine gute Orientierungs-Hilfe bietet die eigene Hand. Sie ist individuell, wächst mit und berücksichtigt somit den persönlichen Bedarf je nach Alter und Geschlecht.[6] Eine Portion Obst oder Gemüse ist so groß wie die eigene Faust. Eine Handvoll Haferflocken ist eine Portion.[6]
Weitere Beispiele finden Sie in der Grafik:

Wie erkenne ich beim Einkauf, was wirklich in einem Lebensmittel steckt? [4]
Die Informationen der Lebensmittel-Kennzeichnung helfen dabei, Produkte beim Einkauf zu vergleichen und eine bewusste Entscheidung zu treffen. Folgende Angaben sind wichtig:
- Sachbezeichnung
- Zutatenliste
- Nährwert-Kennzeichnung
Schauen Sie die Angaben auf der Lebensmittel-Kennzeichnung an, vergleichen Sie und entscheiden Sie sich dann für oder gegen ein Produkt! In unserem Gesundheitsthema finden Sie weitere Informationen zur Lebensmittel-Kennzeichnung mit vielen Beispielen zur Erklärung.
Wie schaffe ich es, mich gesünder zu ernähren?
Führen Sie ein Ernährungstagebuch [12]
Das regelmäßige Führen eines Ernährungstagebuchs gehört zu den am besten untersuchten Methoden, um das Essverhalten zu verändern. Wer seine Mahlzeiten dokumentiert, entwickelt ein besseres Bewusstsein für die eigenen Gewohnheiten und kann ungesunde Muster leichter erkennen und verändern. Man kann ein Ernährungstagebuch in Papierform führen oder auch Apps nutzen.
Gestalten Sie Ihre Umgebung bewusst [13]
Oft entscheiden wir nicht nur mit dem Kopf, sondern auch nach dem, was gerade leicht erreichbar ist. Deshalb kann es helfen, die eigene Umgebung bewusst so zu gestalten, dass gesunde Entscheidungen einfacher werden. Stellen Sie zum Beispiel Obst gut sichtbar auf den Tisch, schneiden Sie Gemüse bereits vor oder bewahren Sie Süßigkeiten nicht griffbereit auf. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass solche kleinen Veränderungen die Auswahl gesunder Lebensmittel erleichtern können.
Setzen Sie sich konkrete Ziele [15]
Viele Menschen nehmen sich vor: „Ich möchte mich gesünder ernähren.“ Solche Ziele sind jedoch oft zu allgemein und deshalb schwer umzusetzen. Erfolgversprechender sind kleine, konkrete und positiv formulierte Ziele. Zum Beispiel: „Ich esse jeden Tag eine Portion Gemüse zum Mittagessen.“ oder „Ich ersetze meine Limonade an unter der Woche durch Wasser.“ Solche Ziele lassen sich leichter in den Alltag integrieren und Schritt für Schritt erweitern.
Planen Sie im Voraus [14]
Oft fällt es leichter, gesunde Gewohnheiten umzusetzen, wenn man sich schon vorher überlegt, wie man in einer bestimmten Situation handeln möchte. Solche sogenannten Wenn-Dann-Pläne verknüpfen eine Alltagssituation mit einer konkreten Handlung. Zum Beispiel: „Wenn ich in der Kantine esse, dann bestelle ich immer auch eine Gemüsebeilage.“ Oder: Wenn ich morgens an meinen Arbeitsplatz komme, dann stelle ich mir als Erstes ein Glas Wasser bereit.“ Studien zeigen, dass solche einfachen Pläne dabei helfen können, gesunde Entscheidungen häufiger umzusetzen und neue Gewohnheiten zu entwickeln.
Genießen statt verbieten [17]
Im Fokus einer gesunden Ernährung steht das gesamte Ernährungsmuster – nicht einzelne Lebensmittel. Kein einzelnes Lebensmittel macht eine Ernährung gesund oder ungesund. Deshalb müssen Sie sich nichts grundsätzlich verbieten. Genießen Sie Schokolade oder andere Lieblingsspeisen bewusst und ohne schlechtes Gewissen. Studien zeigen, dass strenge Verbote das Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln verstärken und dazu führen können, nach einer kleinen Ausnahme mehr zu essen als geplant. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören auch Genussmomente.
Nutzen Sie professionelle Unterstützung [16]
Eine Ernährungsumstellung fällt vielen Menschen leichter, wenn sie dabei von einer Expertin bzw. einem Experten begleitet werden. Eine qualifizierte Ernährungs-Beratung unterstützt dabei, realistische Ziele zu setzen, neue Gewohnheiten zu entwickeln und individuelle Lösungen für Herausforderungen im Alltag zu finden. Sie kann außerdem helfen, Rückschläge einzuordnen und Veränderungen langfristig beizubehalten.
Was kann ich selbst tun
9 Tipps wie Sie gesund und günstig essen [2]
TIPP 1: Speisen planen und Einkaufsliste schreiben
Überlegen Sie, was Sie kochen möchten und planen Sie den Speiseplan so, dass Sie Lebensmittel mehrfach verwenden können. Schreiben Sie eine Einkaufsliste und benutzen Sie diese auch.
TIPP 2: Besser Einkaufen
Lassen Sie sich im Supermarkt nicht von Angeboten ablenken. Vergleichen Sie unbedingt den Grundpreis, das ist der Preis pro Liter oder Kilogramm. Achten Sie auf die Anordnung im Regal, bücken oder strecken Sie sich: Die billigeren Produkte befinden sich meist weiter unten oder oben.
TIPP 3: Weniger Lebensmittel wegwerfen
Räumen Sie den Kühlschrank richtig ein: Neue Produkte nach hinten schlichten und Produkte, die verbraucht werden müssen, nach vorne stellen. Kontrollieren Sie Kühlschrank und Vorratsschrank alle zwei Wochen darauf, was verbraucht werden muss. Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, heißt das nicht, dass ein Lebensmittel verdorben ist. Prüfen Sie das Produkt – anschauen, riechen, kosten – bevor sie es wegschmeißen.
TIPP 4: Gemüse und Obst der Saison kaufen
Um günstig Obst und Gemüse einzukaufen, kontrollieren Sie immer den Kilogramm-Preis. Äpfel und Bananen sind zum Beispiel günstiger als Kiwis oder Himbeeren. Verwerten Sie so viel wie möglich vom Produkt und lassen Sie nichts verderben. Zum Beispiel ist der Strunk vom Brokkoli essbar.
TIPP 5: Fleisch - Qualität vor Quantität
Prinzipiell sollten Sie weniger Fleisch kaufen und essen. Achten Sie auf Bio-Produkte mit guter Tierhaltung. Pures Fleisch ist aus Ernährungssicht besser als Wurst-Produkte. Faschiertes ist meist günstiger als Edelteile vom Fleisch. Wenn möglich, sollten Sie zu ganzen Tieren greifen: Das ganze Bio-Huhn kostet im Vergleich weniger als nur die Hühnerbrust.
TIPP 6: Kostengünstig Jausnen und Kochen
Kaufen Sie weniger „Convenience“-Produkte, wie zum Beispiel vorgeschnittenen Käse. Vorgeschnittene Produkte kosten mehr als nicht geschnittene Produkte. Zum Kochen sind Kartoffeln, Kraut, Zwiebeln oder Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Erbsen preisgünstig und sättigend. Eine Alternative zum teuren Vollkornbrot sind Haferflocken, etwa im Müsli oder als Porridge.
TIPP 7: Essen, das satt macht
Brot, Getreide und Kartoffeln enthalten Kohlenhydrate. Sie machen satt und sind gesund, weil sie den Körper mit Energie und Ballaststoffen versorgen.
TIPP 8: Leitungswasser trinken
Mineralwasser, Limonaden und Säfte kosten nicht nur viel Geld, sie sind für eine gesunde Ernährung auch nicht nötig. Leitungswasser ist die beste Wahl und kostet praktisch nichts. Sparen kann man auch, indem man auf Alkohol verzichtet – und auch das ist gut für die Gesundheit.
TIPP 9: Strom sparen beim Kochen
Den Deckel immer auf den Topf geben. Den Backofen nur vorheizen wenn es notwendig ist. Mit Heißluft statt mit Ober- und Unterhitze heizen. Der Kühlschrank sollte nie wärmer als 5° Grad sein. Geheimtipp zum Nudeln kochen: Lassen Sie die Nudeln zwei Minuten lang sprudelnd kochen. Geben Sie den Deckel auf den Topf, Herdplatte ausschalten und die Nudeln zugedeckt die restliche Zeit einfach ziehen lassen.
Ausführliche Informationen zum Thema gesund und günstig Essen finden Sie bei GEMEINSAM G'SUND GENIESSEN.
Mythen
Ernährungs-Mythen auf der Spur
Mythos 1: Gesunde Ernährung ist teuer.
Stimmt nicht! Eine gesunde Ernährung entsprechend der Ernährungsempfehlungen ist günstiger als die übliche Ernährung in Österreich. Eine vegetarische Ernährung ist zudem nochmal günstiger als eine Ernährung mit Fisch und Fleisch. [11] Um gut und günstig zu essen ist es wichtig, vor dem Einkauf eine Einkaufsliste zu schreiben und sich daran zu halten. Lassen Sie sich nicht von Angeboten ablenken.[2] Beim Preisvergleich ist es wichtig, den Grundpreis zu vergleichen. Der Grundpreis ist der Preis pro Liter oder pro Kilogramm. Er ist meist kleiner unter dem Verkaufspreis abgedruckt. [2]
Mythos 2: Ein hoher Anteil stark verarbeiteter Lebensmittel ist schlecht für die Gesundheit.
Das stimmt möglicherweise. Zu stark verarbeiteten Lebensmitteln gehören beispielsweise fertige Chicken Nuggets, Energy-Drinks, Schokoriegel. Diese Lebensmittel nennt man auch "ultra-Processed foods". Erwachsene, die viele solcher Produkte konsumieren, haben wahrscheinlich ein höheres Risiko für Übergewicht, Adipositas, Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. [18]
Mythos 3: Wenn ich Nahrungs-Ergänzungsmittel und Vitamin-Tabletten nehme, kann ich auch weiterhin ungesund Essen.
Stimmt nicht! Nahrungs-Ergänzungsmittel können eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung NICHT ersetzen. Normale Lebensmittel enthalten alle wichtigen Nährstoffe, die unser Körper braucht. Viele Nahrungs-Ergänzungsmittel helfen nicht viel. Sie können sogar schaden. Wenn man zu viel von bestimmten Inhaltsstoffen zu sich nimmt, kann das starke Nebenwirkungen haben.[7] Wenn Sie sich für Nahrungs-Ergänzungsmittel interessieren, lassen Sie sich unbedingt vorher von Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt beraten. Sie oder er kann feststellen, ob Sie überhaupt ein Nahrungs-Ergänzungsmittel brauchen.
Rat und Hilfe
Hilfe und Unterstützung für eine gesündere Ernährung
Mindesthaltbarkeitsdatum
In dieser Broschüre der Verbraucherzentrale Hamburg wird aufgezeigt, wie lange Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums üblicherweise noch unbedenklich gegessen werden können. Aber wie immer gilt: Prüfen Sie selbst! Riechen Sie, schauen Sie, probieren Sie!
Ampelrechner
Der Ampelrechner der Arbeiterkammer zeigt an, wie oft ein bestimmtes Lebensmittel gegessen werden sollte. Einfach die Werte auf der Verpackung eingeben!
Lebensmittel-Lupe
Mit dem Online-Tool "Lebensmittel unter der Lupe" können Sie den Zucker-, Salz-, Fett- und Energiegehalt von vielen Lebensmitteln ganz einfach online abrufen und vergleichen. Das Online-Tool wird regelmäßig mit neuen Lebensmitteln erweitert.
Kostenlose Ernährungsberatung in der Steiermark (außer Graz)
Die regionale Ernährungsberatung Steiermark ist kostenlos und bietet geprüfte und sichere Informationen zur Ernährung durch Diätologinnen und Diätologen an.
Kostenlose Ernährungsberatung in Graz
Die Stadt Graz bietet einige kostenlose Angebote zur Ernährungsberatung an.
Hier finde ich weitere Informationen
Ernährungsbroschüren
Zum Thema Ernährung gibt es leider viele falsche Informationen. Daher ist es wichtig, dass Sie sich in Quellen von öffentlichen Stellen oder Fachgesellschaften informieren. Der Gesundheitsfonds Steiermark gibt eine Übersicht über gute Ernährungsbroschüren und Informationsmaterialien. Alle Unterlagen sind kostenlos!
Fach- und Koordinationsstelle Ernährung
Die Fach- und Koordinationsstelle Ernährung beim Gesundheitsfonds Steiermark hat das Ziel, mit Ernährung und Bewegung die Gesundheit der Steirerinnen und Steirer zu verbessern. Auf der Webseite finden Sie unabhängige Informationen und Ernährungs-Empfehlungen für Kinder, Jugendliche, Menschen im Berufsleben und für Seniorinnen und Senioren.
Gesund und günstig kochen
Der Gesundheitsfonds Steiermark informiert, was gesunde Ernährung ist, warum gesunde Lebensmittel nicht teurer sein müssen und wie Sie im Alltag gesund und günstig kochen.
Kinder essen gesund
„Kinder essen gesund“ ist eine Initiative des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) zur besseren Ernährung von Kindern. Auf der Webseite gibt es nützliche Tools für Eltern, pädagogische Fachkräfte sowie die Gemeinschaftsverpflegung in Kindergärten, Horten und Schulen.
Lebensmittel aus Österreich
Sie möchten bewusste Kauf-Entscheidungen treffen und wissen woher die Lebensmittel auf Ihrem Teller kommen? Die Initiative "Land schafft leben" klärt auf, wie Lebensmittel in Österreich hergestellt werden. Vom Bauernhof bis zum fertigen Produkt im Handel.
Rezepte für gesunde Ernährung
Hier finden Sie viele gesunde Rezepte, die schmecken und nicht viel Geld kosten.
Podcast Kopfsalat & Butterbrot: Ernährung zwischen Lifestyle und Wissenschaft (mit Katrin Sattler)
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Quellen
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