Folge #48 Hausmittel: Welche helfen wirklich?
Manchmal über ganze Generationen weitergegeben und oft gehütet wie ein Schatz, sollen Hausmittel Beschwerden einfach und unkompliziert lindern. Hausmittel sind wieder voll im Trend- zu Recht?
In der Folge #48 des „Gesund informiert”-Podcast erfahren Sie, was Salz mit Schnupfen zu tun hat, ob Zwiebel gut für die Ohren sind und warum Hühnersuppe gut für die Seele ist.
Gast:
Dr. Jana Meixner, MSc von Medizin Transparent
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Text for the episode
Hausmittel sind gut, wenn das Gefühl habe, sie tun mir gut. Ich finde das Gefährliche ist, gefährlich wird es dann, wenn ich Hausmittel nehme und dafür dann wirksame Medikamente, die ich eigentlich bräuchte, nicht nehme. Willkommen bei Gesund informiert, deinem Podcast, der Gesundheit verständlich macht. Bianca und Anja bringen Licht in den Dschungel der Gesundheitsinformationen mit wissenschaftlich gesicherten Infos, hilfreichen Tipps und spannenden Interviewgästen, bist du immer gesund informiert. Die guten alten Hausmittel von Generation zu Generation weitergegeben, manchmal wie ein Geheimnis gehütet, aber immer öfter im Internet nachlesbar. Was steckt denn dahinter? Soll ich es probieren oder mir lieber die Mühe und das Geld sparen, weil es eh nichts bringt? Zu Gast bei mir im Gesund informiert Podcast ist heute Dr. Jana Meiksner von Medizin transparent. Medizin transparent überprüft Gesundheitsmythen und Behauptungen aus Werbung, Medien und Internet. Und heute werden wir meinen Fragen nachgehen und wissenschaftlich beleuchten, ob Hausmittel wirken. Vielen Dank für die Zeit und herzlich willkommen.
Danke für die Einladung. Also, ich denke, jeder macht es speziell jetzt im Herbst, wo Viren, Bakterien, Husten, Schnupfen und Koh ihr Unwesen treiben. Also, was steckt hinter den Hausmitteln? Sind Sie Voodoo? Na ja, also Voodoo würde ich jetzt nicht sagen, bei Hausmittel, die haben den großen Vorteil, dass sie eben, wie der Name schon sagt, fast jeder zu Hause hat. Das heißt, man verwendet einfach, was man in der Speisekammer im Küchenkastel hat. Meistens sind es ja Lebensmittel, die jeder so be haben hat und wendet die dann für die Gesundheit an. Und die haben halt den großen Vorteil eben, dass sie meistens nichts bis wenig kosten und verfügbar sind. Und die bei den meisten Hausmitteln muss man jetzt sagen, sie die schaden eigentlich nichts und können vielleicht helfen. Also oft trifft da hilft nichts schadet nichts zu. Also ich würde jetzt nicht das Voodoo bezeichnen, sondern vielleicht mehr als Selbst also Selfcare oder ja sich selbst versorgen und was Gutes tun,
also selber Chef sein auch über seine Gesundheit und in die Speisekammer gehen und was Gutes. Genau, weil wir wissen wir wissen halt da, dass dass das Ritual, wenn ich mir jetzt einen Topfenwickel mache oder Tee koche, dass allein das Ritual schon was Heilsames hat, weil da habe ich das Gefühl, ich du mal was Gutes für meh Gesundheit und ich nichtmer die Zeit dafür und aller das kann schon heilsam sein. und ich habe ja jetzt anfangs gesagt, soll ich es mir sparen das Geld, das ist de facto gar kein großer Kostenfaktor oder wenn man jetzt noch mal auf das hinschaut, ne, wir sind ja also ich bin ja Faktencheckerin medizinische ja beim Projekt Medizin transparent, wie du schon gesagt hast und wir Wir nehmen ja normalerweise so Studien und und Heilsversprechen von irgendwelchen Mittelchen, Nahrungsergänzungsmittel sehr genau unter die Lupe. Wir haben natürlich auch immer wieder Hausmittel dabei, aber was uns jetzt sehr interessiert sind Mittel, die viel kosten, aber wo die Wirkung nicht nachgewiesen ist. Und natürlich gibt es gewisse traditionelle Medizine und also Mittel, die für viel Geld auch verkauft werden. Da schauen wir natürlich ganz genau hin, weil da das gilt dieses hilft nichts schadet nichts nicht so ganz, weil die können halt schaden, indem sie mir Geld aus der Tasche ziehen. Aber bei Hausmittel ich denke mal in also im eigentlichen Sinn haben wir das Problem vielleicht nicht so, dass jetzt das der Geldfaktor Rolle spielt.
Gut, dann schauen wir uns gleich ein paar Beispiele an oder fangen wir bei der Nase an beim Schnupfen. Was gibt es denn da so für Hausmittel? Wie können die helfen? Helfen sie und was könnte ich da anwenden? Das ja, das Hausmittel, das bei Schnupfen jetzt als erstes einfallen ist wahrscheinlich die das das Inhalieren oder das Spülen mit Salzwasser. Das ist ja ganz ganz beliebt. Das hat schon meine Oma immer gesagt, dass man das machen soll und das haben wir uns sogar angeschaut bei Medizin transparent und wir haben rausgefunden, dass es keine wissenschaftlichen Belege dafür gibt, dass es irgendwas bringt. Es gibt einfach keine Studien dazu. Und des ist halt finde ich super Beispiel dafür, dass man das einfach für sich selber ausprobieren kann, wenn man krank ist, dass man sich Salzwasser in die Nase irgendwie einführt, also spült oder inhaliert, weil da kann jetzt nicht so viel hinmachen und wenn ich Gefühl habe, mir tut es gut, dann kann ich das ja probieren. Wenn es wenn ich mal denke, es hilft man nichts, dann lass es halt wieder.
Was wo man aber schon sagen muss, was problematisch sein kann, sind diese Nasensprays, die es in der Apotheke gibt, weil die kosten ja oft einiges und da gibt es ja einfach Salzwassersprays, die sonst außer Salzwasser nichts enthalten und die dann mit dem Versprechen verkauft werden, dass man die den Nasenschleim hat befeuchten und den Schnupfen verkürzen. und die Symptome lindern. Und da muss man sagen, sobald etwas verkauft wird, sollte meiner Meinung nach der Hersteller auch sicher gehen, dass es erwiesen ist, was er da spricht und es sollte eigentlich Studien geben, die nachweisen oder die zeigen können, dass das halt wirklich das bringt, was behauptet wird und das ist ja dem Fall der Nasensprays mit Salzwasser eben nicht der Fall. Im Übrigen, das hat auch meine Oma schon gesagt, das mit dem Salzwasser, gell, also die Omas, die sind noch immer sehr schlau und interessanterweise sind es ganz oft die Frauen in der Familie, die dann diese Hausmittel weitergeben und hüten ritualisiert fast.
Mhm. Jetzt hast du gesagt, es gibt keine Studien. Das interessiert mich jetzt noch. Warum gibt es denn keine Studien dazu? Weil das wird ja schon über Jahrtausende angewandt, Salzwasser für die Nase zum Beispiel. Ja, da würde jetzt mal ganz h da würde jetzt einmal raten, es gibt deswegen keine Studien, weil sich Salzwasser schlecht verkaufen lässt eigentlich, weil es hat jeder da haben. Es kann jeder den Topf nehmen, Salz reinhauen und inhalieren. Und da fehlt natürlich auch bisschen das Geld für Forschung, weil wer wer hat Interesse dran, das zu erforschen, außer jetzt natürlich die Nahrung die Nasensprayhersteller, die hätten vielleicht aber die die hätten vielleicht den Grund es zu erforschen, aber die schwimmen da bisschen auf dieser Welle mit ist ein Hausmittel und eben schon die Oma sagt, dass es gut ist und eben die die nutzen es ein bisschen aus für finanzielle Zwecke auch.
Mhm. Das heißt jetzt also für dich zu Hause, wo du zuhörst, wenn Wenn du wenn der Schnupfen daher m dann um das mit der mit Dr. Meiksner auch noch mal zu verifizieren und zu bestätigen, kannst du an Nasenspülung oder Nasenspray ausprobieren. Hilft nichts schadet nichts hast du vorher gesagt und es ist relativ kostengünstig. Mhm. Wie ist es mit Gurgeln? Gurgeln würde es würde es ähnlich sehen. Ja, ich meine es hat gerade in der Corona-Pandemie haben wir ja immer wieder gehört, dass Gurgeln die Viruslast senkt. Also die Viren im Rachenraum reduziert. Das stimmt, aber ich glaube, du meinst jetzt mit Salzwassergurgeln. Ja, gut eigentlich, also es gibt genau dasselbe wie für die für die Nasenspülung. Es gibt keine Studien, die das untersucht haben, keine aussagekräftigen. Wir wissen nicht, ob es sowas bringt, aber ja, man kann es probieren natürlich.
Wovon hast du jetzt gesprochen beim Gurgeln speziell? In der Corona-Pandemie ist vor allem sind vor allem diese antibakteriellen Mundspülungen sehr beworben worden, die virenabtötender wirken. Okay. Die mal wieder kaufen muss und nicht in der Speisekammerhut. Genau. Okay, gut. Würde jetzt eh das Hausmittel zählen. Ja, ich habe vom Salz Salzwasser genau gesprochen. Das ist der Klassiker bei Schnupfen, das Salzwasser. Wie schaut es denn aus mit der Zwiebel? Die Zwiebel, das Ja, also Zwiebeln, da gibt es ja den Brauch, dass man zum Beispiel Kleinkindern mit Ohrenschmerzen eine halbe Zwiebel auf die Ohren bindet. Es ist ja unwahrscheinlich, dass die Zwiebel auf dem Ohr irgendwelche Auswirkungen hat auf die Bakterien. Ich glaube, die kriegen von der Zwiebel am Ohr nicht viel mit ähm aber da das ist immer das Problem bei so bei so Mittelchen oder Hausmittel oder traditioneller Medizin, dass es irgendwo ein Körnchen Wahrheit drin gibt und das Körnchen Wahrheit in dem Fall wäre, dass die Zwiebel im Labor in unter Laborbedingungen antibakterielle Eigenschaften hat. Also sie wirkt abtötend auf Bakterien, wenn man sie natürlich direkt auf die Bakterien aufbringt. Das heißt aber jetzt überhaupt nicht, dass die Zwiebel im Körper dieselbe Wirkung hat, wenn ich sie schlucke oder wenn ich sie aufs Ohr lege, das ist eine ganz andere Bedingungen dann nicht wie im Labor.
Also müssen die Bakterien nicht weinen, wenn die Zwiebel daherkt. Wäre mir jetzt nicht so sicher. Es gibt keine wissenschaftlichen Untersuchungen, von denen ich jetzt wüsste, die das untersucht haben, aber ich halte für sehr unwahrscheinlich. Mhm. Jetzt haben wir gesprochen vom Ohr. Zwiebel kenne ich auch beim Husten. Gilt da ähnliches. Wüsste ich jetzt auch nicht, dass es was bringt. Ich muss gestehen, wir haben uns das jetzt im Detail noch nicht angeschaut. Ich halte aber auch dafür eher unwahrscheinlich eben aus den vorher genannten Gründen, weil der Zwiebel halt im Körper es es wird verdaut, es wird irgendwie also in die man, dass man die Zwiebel essen muss. Ich weiß nicht,
ich kenne das mit kleinschneiden, Honig und dann Ja. Ja, genau. Das kenne ja das kenne das kenne, das hat meine Mutter mal gemacht das Kind. Im Übrigen ein herzliches Danke an alle Mamas. Ihr schaut so gut auf uns. Das ist echt total fein heute noch, weil wir sind nicht mehr kleine Kinder, sondern mittlerweile erwachsene Frauen. Aber ja, großes Dank an die Mama mal zwischendrinnen und Das kann ich mir nur anschließen. Also Mamas sind sicher die Expertinnen für Hausmittel. Genau. Ja. Na, wie gesagt, also dieser Zwiebelsaft hat immer sehr gut geschmeckt. Mir Kind immer sehr gefreut, wenn ihr gekriegt habe, wenn ich krank war. Ob man jetzt wirklich geholfen hat gegen ein Husten, kann ich natürlich nicht beantworten, aber er war sehr lecker.
Vielleicht war es ja der Honig. Das kann natürlich auch sein, denn Honig Honig da gibt es sogar Studien dazu, die einen Effekt gefunden haben. Also Honig kann bei Kindern den Husten vielleicht ein bisschen lindern. Mhm. Mm. Fällt mir auch noch was dazu ein? Wusstest denen das mit Honig und Wundversorgung? Ja, also der Honig, das ist Honig in der Wundversorgung hat eigentlich schon einen anerkannten Platz in der Medizin, soweit ich weiß. Da geht es aber jetzt glaube nicht um den Honig, den wir uns aufs Brot schmieren. Das sind dann so spezielle Honigsorten, die dann auch keimfrei sein müssen natürlich und die dann verwendet werden in der Wundpflege, weil eben der Honig auch antibakterielle Eigenschaften hat. Da macht man sie desinfizierende Wirkung vom Honig zunutze.
Mhm. Wenn man sich das überlegt, es ist wahrscheinlich auch über Generationen weitergegangen. überlegt, der Honig könnte doch auch gut in der Wundversorgung sein im Krankenhaus. Nun muss der natürlich speziellen Bedingungen standhalten. Also Hausmittel haben was drauf schaut aus. Ja, na klar. Also Volksmedizin, es es gibt einiges, was ziemlicher Unfug ist in der Volksmedizin, aber einige Sachen, die natürlich einen wahren Kern haben und die schon einen Grund haben, warum sie es über Jahrtausende gehalten haben. Und wir kommen jetzt vielleicht erst durch Studien drauf, was da eigentlich dahinter steckt, weil natürlich vor Tausenden Jahren hat es keine randomisiert kontrollierten Studien gegeben, aber die Leute haben es trotzdem verwendet, weil sie einfach erfahrungsgemäß gemerkt haben, hey, das kann was. Und das hat oft schon seine berechtigten Gründe auch. Ja.
Wie ist es denn mit der guten alten Hühnersuppe? Die Hühnersuppe ist reich an Zink, muss man sagen. Und Zink wird ja immer wieder auch nachgesagt, dass es bei Erkältungen zum Beispiel wirksam ist. Haben wir auch rausgefunden bei unseren Recherchen, dass es ein bisschen wirken könnte zu Zink zu nehmen, dass es dann der Erkältung ein bisschen verkürzen könnte. Das ist halt das, was man vermutet, worüber warum Hühnersuppe jetzt so als als Heilmittel gilt. Ich glaube halt, dass die Hühnersuppe eher ab für mit dieser Selfcare zu tun hat. Also dieses besser angenehm ist, weil es was Warmes ist, dass man das immer gekocht habe oder es hat nur besser wahrscheinlich Mensch für mich gekocht, dem ich wichtig bin und ich glaube, dass da der Effekt sehr über diese Mechanismen rennt und dass es nicht unbedingt jetzt das Huhn in der Hühnersuppe ist, was mir gesund macht.
Mhm. Gut, dann sind wir eigentlich jetzt über die Nase und die Ohren zum Mund gewandert, nämlich zur Hühnersuppe. Gehen wir doch weiter zum Hals. Wie ist es bei Halsschmerzen und zum Beispiel Topfen? Topfenwickel sind lustig, weil die gibt es jetzt sogar schon, also nicht für einen Hals, aber für Gelenkbeschwerden gibt es die sogar schon im Krankenhaus als fertig abgepackte Topfenwickel. Die haben schon Eingang gefunden. unten in den Krankenhausalltag. Wir haben uns dazu auch die Studien angeschaut, was die sagen und da haben wir auch wieder gefunden, dass es eigentlich keine belastbaren Hinweise gibt, dass es was bringt. Das ist sogar schon untersucht worden, nur die Studien waren sehr klar und und eher schlecht gemacht und wir können uns eigentlich nicht wirklich sagen, ob es sowas bringt. Die Topfenwickel für Halsweeh oder entzündete Gelenke zum Beispiel ob wie die wirken könnten, ist nur ziemlich unklar. Man vermutet, dass der Kühlungseffekt der Rolle spielt, weil der Topfen einfach die Kälte sehr lang hine Theorie andere Theorie ist, dass die Milchsäure irgendwelche Entzündungsstoffe aus der Haut rauszieht. Keine Ahnung, ob das jetzt wirklich mal untersucht worden ist. Ich kann man es jetzt nicht vorstellen, weil da der Topfen in dem Geschier eingeschlagen ist und dass da jetzt die Entzündungsstoffe durch die Haut durchs Geschier durch in den Topfen wandern. Weiß nicht, ob ich mir selber jetzt nicht vorstellen, wie das funktionieren soll und meiner Meinung nach oder meines Wissens nach auch nicht wirklich unter verucht worden. Aber wie gesagt, Topfen ist jetzt auch nicht so teures Lebensmittel. Man kann es probieren natürlich, wenn man das Gefühl hat, es könnte am helfen.
Gut, jetzt wollen wir beim Topfen. Topfencreme mit Zitrone ist doch was herrliches. Apropos Zitrone, da fällt man ein das Vitamin C, das Wunderwuzzi-Vitamin liest man ja ganz oft im Internet Vitamin C. Hilft es bei Erkältungskrankheiten? Vitamin C ist mein Lieblingsthema eigentlich, weil es ist so zwischen Hausmittel und Nahrungsergänzungsmittel, wobei es schon eher in Bereich der Nahrungsergänzungsmittel zählen würde, weil der Hausmittelpart dran ist ja, dass man immer wieder, wenn man krank ist, dann heiße Zitronensäfte macht oder viel Zitrusfrüchte isst oder Obst und Gemüse mit für Vitamin C und also das wäre der Hausmittelteil bei dem Ganzen, aber aber die meisten Menschen nehmen ja Vitamin C eher als Nahrungsergänzungsmittel ein, wenn sie krank sind oder es ist zugesetzt zum Beispiel im Aspirin, Aspirin + C und es wird ja immer wieder in Apotheken dann zur Verkühlungszeit beworben als immunstärkend, als vorbeugend auch für Erkältungen und da, also das ist einfach ein Mythos, der ist so hartnäckig heute, dass es Vitamin C immunstärkend ist. Das ist ein absoluter Mythos. Es gibt genug Studien schon, die das genaue Gegenteil belegen können. Also wir sind uns da ziemlich sicher, dass das Vitamin C weder Infektionskrankheiten oder Erkältungskrankheiten wie Schnupfen und so verhindern kann, noch dass es die Erkältung verkürzen kann, wenn man es hat. Also, es bringt einfach wirklich fürs Immunsystem ein Plus ein mehr an Vitamin C nichts. Natürlich, wenn ich an Vitamin C Mangel habe, dann habe geschwächtes Immunsystem. Nur das ist es ist so, dass bei uns in unseren Breiten niemand an Vitamin C-Mangel hat, weil das einfach überall zugesetzt ist schon. Also es ist als Antioxidationsmittel als Konservierungsstoff in den meisten Fertigprodukten drinnen. Es ist sogar im Mehl drinnen. Das soll verhindern, dass es Mehl braun wird. Es ist also quasi auch ein Brot enthalten. Es ist einfach über Vitamin C drinnen.
Das ist jetzt spannend. Habe überhaupt nicht gewusst. Das heißt, es ist eigentlich wieder ein Hausmittel, aber wenn man keine Zitrone zu Hause hat, hat man irgendwie Vitamin C in die Lebensmittel. Ähm, ich auf Körperfragen. Ja, n. Ah, also es ist jeder eigentlich total überversorgt bei uns mit Vitamin C, was jetzt nicht gesundheitsschädlich ist, weil das Vitamin C wasserlöslich ist und mit dem Urin ausgeschieden wird, was man nicht braucht. Das geht einfach wieder durch. Wir sagen immer, wenn man Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin C nimmt, dann produziert man teuren Urin und mehr Benefit hat man eigentlich nicht davon.
Gut, also du sagst und nicht nur du sagst es, sondern auch einige Studien oder die Studienlage schaut so aus, sagen wir es besser so, dass Vitamin C nichts bringt, wenn es vorbeugend eingenommen wird. Ich werde kann trotzdem krank werden und ich bin auch nicht kürzer krank, wenn ich Vitamin C einnehme. Doch kein Wunderwuzzi-Medizin. Gibt es sowas wie Wunderwuzzi-Medizin? Nein. Also die das Wunderwuzzi ist ja wäre ja was gegen alles wirkt und das ist immer Alarmzeichen eigentlich, wenn das irgendwer verspricht, zum Beispiel Nahrungsergänzungsmittelhersteller oder wer auch immer, wenn wenn irgendwer sagt so, ich habe das Wundermittel gefunden, das jetzt das gegen alle Krankheiten und alle Leiden wirkt, dann kann das einfach nicht stimmen, weil es gibt kein Medikament und kein Mittel, das gegen alles wirkt. Wir würden es uns wünschen, Aber es gibt es nicht.
Jetzt noch am Schluss Frage, die jetzt nicht unbedingt zu den typischen Herbstbeschwerden hört, aber manche halt das ganze Jahr über beschäftigt, nämlich Regelschmerzen, hilft Wärme. Wärme könnte möglicherweise helfen, sagen Studien, das ist einmal das, was in Studien untersucht worden ist. W bei Wärme ist es natürlich wieder so, dass es fast wirklich oder nicht fast, sondern gar nichts kostet. Ich kann probieren, ob man Thermophor hilft oder warmes Bad. Und es ist überhaupt nichts verhaut damit.
Was ist Thermophor? Also Wärmflasche sagt man auf schön. Bin aus dem Waldviertel, da sagt man Thermophor. Okay. Ja. Also das ist ja super Beispiel für Hausmittel. Das einfach ja ausprobieren. Wenn es dann hilft, dann ist schön. Wenn es nichts hilft, dann muss man was anders suchen. Gut. Kann ich generell etwas falsch machen, wenn ich mit Hausmittel arbeite, um meine Herbstbeschwerden jetzt wieder vorrangig zu bekämpfen?
Mhm. Herbst Schwerden sind ja oft, ich glaube, du meinst halt Schnupfen und die ganzen Verkühlungen, die typischen. Genau, da ist es halt so, dass kein Medikament dagegen gibt. Das sind in den meisten Fällen Viralinfekte und gegen Viren gibt es also oder gegen Schnupfenviren, gegen die Erkältungsviren gibt es einfach kein Medikament. Diese ganzen Aspirin und Paracetamol und so oder Neozitran, das sind alles Medikamente, die mir nur die Symptome bekämpfen. Also Schmerzen, Fieber, ja, hauptsächlich Schmerz und Fieber, aber Sie bekämpfen nicht das Virus selbst, weil gegen das Virus selbst gibt es einfach kein Mittel. Und in dem Fall sind Hausmittel natürlich dann a super Möglichkeit, dass im einfach die Symptome die Beschwerden lindern und da verhaue ja nichts. Ich finde das Gefährliche ist gefährlich wird es dann wenn ich Hausmittel nehmen und dafür dann wirksame Medikamente die eigentlich bräucht nicht nehmen. Ein Beispiel wer eitrige Mittelohrentzündung bei Kindern, wenn ihr dem Kind dann versucht es nur mit einer Zwiebel zu heilen und eigentlich Wees Kind Antibiotika. In dem Fall können Hausmittel dann schaden.
Mhm. Beim normalen Schnupfen kann ich sonst eh nichts machen, außer abwarten und ja vielleicht meine Beschwerden lindern. Da sind Hausmittel dann super. Also, das heißt für dich zu Hause Hausmittel sind ganz toll im Begleiten. Mhm. Und eben kostengünstig unterstützen, aber wenn du unsicher bist, muss der erste Weg wieder zur Hausärztin oder zum Hausarzt sein. Genau. Und dann kann man nämlich auch gezielt da womöglich mit Hausmittel noch mal helfen, wenn man genau weiß, um was es sich handelt. Das ist ja auch nicht immer so klar.
Mhm. Genau. Es gibt halt einige Not, also oder Warnsignale, wenn das Fieber wirklich sehr hoch steigt, wenn es nicht besser wird nach ein paar Tagen, dann sollte halt ärztliche Hilfe suchen, weil dann brauche ich vielleicht Antibiotika oder vielleicht steckt was Ernsteres dahinter als ein normaler Schnupfen. Aber weißt du es vorher gerade angesprochen hast, h gesagt Gliederschmerzen, Fieber, da kann man auch viel mit Hausmittel begleitend machen. Die haben wir noch nicht besprochen. Fällt dir ein, Hausmittel dazu ein, was man da nehmen könnte. Hm. Gegen Fieber und Gliederschmerzen. Na ja. Hm. Meine die Essig-Patchel, das war das, was in meiner Kindheit sehr sehr viel praktiziert worden ist. Es sind einfach kühlende Umschläge. Ja, wenn es gut tut, ich glaube nicht, dass es wirklich viel bringt bei hohem Fieber, aber wenn es wenn es gut tut, ja, spricht nichts dagegen. Ähm sonst fällt man jetzt eigentlich nichts ein.
Das heißt, ich schließe jetzt daraus, es gibt da auch kaum Studien dazu. Ja, da gibt es keine Studien. Ja, das ist halt immer die Frage, wer finanziert solche Studien zu Essig-Patchel? Wer hätte wen interessiert es jetzt wirklich so, dass er teure Studien zahlt dafür, um rauszufinden, ob Essig-Patchel wirken. Wenn ich mehr über Hausmittel wissen möchte, vor allem ob sie funktionieren oder nicht, wo kann ich denn dann nachschauen? Da kann man zum Beispiel bei uns auf Medizin transparent nachschauen. Uns kann man Fragen schicken, wenn man irgendwas wissen will, wenn man irgendeine Behauptung aus den Medien oder aus der Werbung findet oder eben einfach wissen will, ob Essig-Patchel helfen, dann kann man uns Anfrage schicken und wir wählen dann aus, wenn es viele Leute interessiert, wenn das Thema ist, das klar stark präsent ist, dann machen wir so ein Faktencheck dazu und veröffentlichen einen Artikel.
Und was kostet das? Das kostet nichts. Aha. Da kann jeder gratis anfragen und unsere Artikel sind kostenlos abrufbar. Wir verlinken für dich zu Hause natürlich diese Webseite auch in unserem Artikel. Das machen wir sowieso sehr oft, weil wir sind auch ein Fan von Medizin transparent. Das freut uns. Ähm gibt es noch irgendwelche Mythen zu Hausmitteln, die dir immer wieder begegnen? Jetzt unabhängig von Herbstbeschwerden? M ja, ein Mythos fällt mir noch ein, das wäre Sport zur Vorbeugung von Erkältungen. Da war man nämlich selber sehr überrascht als wir sind alle im Team, passionierte Sportlerinnen und Sportler und wir haben uns schon gedacht, dass Sport was hilft und dass man weniger krank wird und leider haben wir rausgefunden, dass es eher nicht verhindern kann, dass man krank wird. Aber was es schon kann, ist die Erkältungsdauer wird in der Regel doch verkürzt, wenn man regelmäßig Sport macht, weil man wird einfach schneller wieder fit, man kommt einfach schneller wieder auf die Beine und erholt sich schneller, aber ja, leider die Erkältungshäufigkeit kann Sport da nicht wirklich verringern, aber und da muss jetzt noch mal ein Aber sagen, Sport ist einfach, wenn wenn man Sport jetzt auch als Hausmittel zählen kann, Sport ist vielleicht genau diese Wunderwuzzi-Medizin, die du vor angesprochen hast, weil nämlich also es hat irgendwer gescheiter Mensch, ich weiß es leider nicht mehr wer hat mal gesagt in ein Interview, wenn Sport eine Pille wäre, dann würde sie jeder Arzt und jede Ärztin verschreiben, weil es einfach so viel kann. Es kann Darmkrebs vorbeugen, es kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, psychische Erkrankungen, also Sport wäre eigentlich diese Wunderwuzzi-Medizin, die für fast alle Bereiche im Leben positive Auswirkungen hat.
Also, das war jetzt die schlechte Nachricht vorweg und dann waren gleich zwei gute Nachrichten hinten dran. gestellt, dass Sport machen beziehungsweise es muss ja nicht immer Sport sein, aber Bewegung. Genau. Ja, also Sport, es muss kein extrem Sport sein, aber einfach regelmäßige Bewegung, Stiegen steigen statt Aufzug einfach im Alltag ein bisschen mehr Bewegung einbauen. Gibt es noch was, was unsere Hörerinnen und Hörer zum Thema Hausmittel wissen sollten? Na ja, zusammenfassend würde ich wirklich sagen, Hausmittel sind gut, wenn das Gefühl habe, sie tun mir gut. Ähm, vorsichtig sollte nur sein, wenn es mit Kosten verbunden sind, wenn man was verkauft werden will. Und ich muss aufpassen, dass ich diese Warnsignale nicht übersehe fest, wo dann wirklich richtige Medizin notwendig wird oder andere Medikamente oder Antibiotika zum Beispiel. Das war jetzt eigentlich die perfekte Zusammenfassung, weil für dich zu Hause da kann ich gar nicht mehr viel dazu sagen, weil das mit Zwiebeltopfen und Zitrone kannst du eh dir noch immer anhören. Ähm, ich glaube, das ist das Wesentliche, was man sich echt merken muss bei den Hausmitteln. Wenn es dir gut tut, versuche es gerne und vergiss dabei nicht, den Schritt zum Arzt oder zu Ärztin zu machen. Und schau auf der Geldchal. Genau. Doch wieder was dazu zugesänft sozusagen, um bei den Hausmittel zu bleiben.
Jana, jetzt sind wir schon bei unserer bekannten letzten Frage. Was ist denn dein persönlicher Tipp für ein gesundes Leben? Mein persönlicher Tipp jetzt so im im Licht oder im in so mit den Gedanken bei den Hausmitteln würde sagen, was die Gesundheit angeht, immer kritisch bleiben, sie nichts andrehen lassen, aber gleichzeitig einfach das machen, was ein gut tut und und vor allem für bewegen. Ich glaube, das ist der beste Tipp, den man den Österreicherinnen und Österreichern geben kann, einfach so viel wie möglich bewegen. Vielen, vielen Dank, Dr. Jana Mener, dass du heute bei mir warst und meine Fragen beantwortet hast. Wir hoffen, dir zu Hause hat diese Folge gefallen und du bist auch das nächste Mal wieder mit dabei.
Wenn du mehr zum Thema Gesundheit wissen willst oder den Podcast nachhören möchtest, dann schau auf unserer Webseite gesund-informiert. Wenn du Themen für uns hast, die dich interessieren, Dann schreibe uns unter gesund-informiert@gfstmk. Wir freuen uns schon auf ein Wiederhören. Bis dahin bleibt gesund und informiert. Papa, Bianca und Anja von gesund informiert, deinem Podcast, der Gesundheit verständlich macht.